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Die Friedenstaube

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Der Islamische Staat stutzt einen Moment,

dann lacht er, aber er lacht sich nicht tot!

 

Die Friedenstaube ruft:

Schwerter zu Pflugscharen!

Der Henker in Saudi-Arabien schaut kurz auf,

dann fährt er unbeirrt mit seinem blutigen Handwerk fort!

 

Die Friedenstaube ruft:

Nie wieder Krieg!

Die Streitkräfte Syriens halten einen winzigen Moment  inne,

dann befreien sie gemeinsam mit ihren Verbündeten Aleppo, Idlib, Rakka, besiegen die Dschihadisten in ganz Syrien und zerschlagen den Islamischen Staat!

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die Streitkräfte Russlands schütteln ungläubig den Kopf und fragen:

Schickt Dich die NATO?

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die revolutionären Streitkräfte Kubas antworten:

Was für eine Absurdität! Niemals!

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die bolivarischen Streitkräfte Venezuelas antworten:

Etwas Dümmeres haben wir noch nie gehört!

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die Volksarmee Vietnams fragt:

Wie naiv bist Du denn?

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die Volksbefreiungsarmee Chinas ist erstaunt:

Wie irrational ist das denn?

 

Die Friedenstaube ruft:

Die Waffen nieder!

Die Streitkräfte der USA antworten aus allen Ecken der Welt,

punktgenau und ohne zu zögern, mit Raketen!

 

8. Oktober 2016

Gruppe Karl Liebknecht – GKL

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Wir können es nicht mehr hören!

DIE LINKE und leider auch die DKP halten – Seite an Seite mit der (nur noch?) in die Jahre gekommenen alten Friedensbewegung – störrisch und unbelehrbar an ihren inzwischen erzkonservativ gewordenen Dogmen in Sachen Krieg und Frieden fest.

Ihre wie in Stein gemeißelten Wahrheiten entbehren jeder sozialistisch-kommunistischen Logik, sind in Wirklichkeit nichts anderes (mehr) als schöne Trugbilder, Chimären, Wolkenschlösser. ISIS und andere terroristische Menschenschlächter bedanken sich dafür in Syrien und aller Welt auf ihre brutale Art.

Frieden schaffen und erhalten ohne Waffen! – eine gefährliche Illusion!

Militär abschaffen! – politischer und in der Perspektive faktischer Selbstmord!

Rüstungsproduktion einstellen! – im besten Fall politisch naiv!

Rüstungsexport beenden! – nicht weniger blauäugig!

Bestenfalls links-sozialdemokratisch transportieren diese friedens-/kriegs-/militärpolitischen Positionen der LINKEN und der DKP die Illusion, das hehre Ziel Frieden sei friedlich und systemimmanent zu erreichen.

Links-sozialistisch oder sozialistisch-kommunistisch dagegen wäre es, immer wieder und konsequent  die systemüberschreitende Dimension der Herstellung des Friedens (für alle Menschen!) aufzuzeigen, zu betonen:

Frieden (für alle!) wird es in kapitalistischen Zeiten nie geben!

Frieden (für alle!) wird in imperialistischen Zeiten pures Wunschdenken bleiben, niemals Realität werden!

Frieden (für alle!) setzt sozialistisch-kommunistische Gesellschaften voraus, das Ende kapitalistischer und imperialistischer Herrschaft in der Welt!

Frieden (für alle!) wird es aber ohne Wehrhaftigkeit, Kampf, Gewalt und Krieg gegen die Feinde des Friedens niemals geben!

Die unabdingbare Voraussetzung für Frieden (für alle!) ist aber die erfolgreiche sozialistische Revolution!

Nur dieser vollständige Bruch mit dem kapitalistischen System wird die friedliche Zukunft der Menschheit möglich machen und sichern können (auch im Frieden mit der Natur)!

Aber dieser Übergang zu Sozialismus und Kommunismus wird allein deshalb, weil er unter anderem auch gegen ISIS und andere terroristische oder faschistische Gruppen und Mächte ins Werk gesetzt werden muss, nicht gewaltlos sein können, auch nicht ohne militärische Gewalt!

Und – zumindest in der Übergangsphase  –  wird der revolutionäre Bruch auch nicht ohne militärische, sozialistisch-kommunistische Selbstverteidigungsbereitschaft und -fähigkeit abgesichert werden können.

Antiimperialistischer, antikolonialistischer, antifaschistischer, antiterroristischer Krieg wird leider ein  Mittel zum Zweck sein müssen! Das hatte schon Che Guevara erkannt.

Zu glauben und  – schlimmer noch –  zu propagieren, es gäbe einen friedlichen, gewaltlosen Übergang zu Sozialismus und Kommunismus, geht der kapitalistischen Ideologie vollständig auf den Leim, ist ihre unkritische Fortsetzung!

Die raue gesellschaftliche und politische Wirklichkeit ist eine andere! – Leider!

11. September 2016

Gruppe Karl Liebknecht – GKL